TOP21 - Hilfe bei der Gründung von Schüler-Weltläden

Mit Schülern läuft der Laden: An immer mehr Bildungseinrichtungen engagieren sich Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Elternvertreter für den Fairen Handel. Seit 2006 konnte der Weltladen TOP 21 bei der Gründung von mittlerweile 15 Schüler-Weltläden helfen, in ganz Schleswig-Holstein. Zumeist werden die Schüler-Weltläden in Form von so genannten mobilen „Fair-Trade-Points“ betrieben. Dabei handelt es sich um kompakte, rollbare Verkaufswagen. Das Modell dafür wurde von den Weltladen-Dachverbänden in Deutschland und Österreich entwickelt.

Solche „Fair-Trade-Points“ sind sehr gut als nachhaltige Schülerfirmen einsetzbar. Die Schüler erwerben wirtschaftliche Grundkenntnisse, lernen im Team zusammen zu arbeiten und erfahren etwas für sozial- und umweltverträgliche Produktionsweisen. Nicht zuletzt werden sie angeregt, sich bewusst mit ihrem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen. Schüler-Weltläden in Form von „Fair-Trade-Points“ lassen sich auch wirkungsvoll an Tagen der offenen Tür oder bei anderen größeren Schulveranstaltungen verwenden, etwa Musik-Events oder Projekttagen - weil dann eine größere Zahl von Besuchern auf den Fairen Handel aufmerksam wird.

Rund um den„Fair-Trade-Points“ können von Fall zu Fall auch kreative Aktionen umgesetzt werden - etwa ein Mal-Wettbewerb zum Thema Fairness oder eine Umfrage dazu (Veröffentlichung der Ergebnisse auf der Schul-Website), es kann ein Mini-Quiz stattfinden oder vieles andere mehr. Auch in den Unterricht kann das Thema hineingetragen werden: So können Mitglieder des Schul-Weltladen-Teams in Klassen über den Fairen Handel informieren - oder es kann auch einmal ein Projekttag realisiert werden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Und noch ein Aspekt in von wesentlicher Bedeutung: Der Betrieb eines Schüler-Weltladens regt an, über den Tellerrand hinauszuschauen, sich unserer weltweiten Verflochtenheit bewusst zu werden - und dass jeder Einzelne einen Beitrag zu einer gerechteren Welt leisten kann. Wie hat noch Martin Luther King gesagt:

„Noch bevor wir unser Frühstück beendet haben, waren wir schon auf die halbe Welt angewiesen.“

SchülerInnen vom „Fair-Trade-Point“ an der Johann-Comenius-Schule Pinneberg-Thesdorf (JCS), mit Mitgliedern des Weltladens TOP 21. Der Fair-Trade-Point war im Herbst 2007 mit Unterstützung von TOP 21 eingerichtet worden und ist seitdem im dort Einsatz.